{"id":227,"date":"2017-11-13T18:48:25","date_gmt":"2017-11-13T17:48:25","guid":{"rendered":"http:\/\/aktuell.angela-hildebrandt.de\/?page_id=227"},"modified":"2024-02-01T18:27:06","modified_gmt":"2024-02-01T17:27:06","slug":"texte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/angela-hildebrandt.de\/?page_id=227","title":{"rendered":"Presse"},"content":{"rendered":"<hr \/>\n<p><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;\"><strong><span style=\"color: #808080;\">Von der Lust, die Dinge auf den Kopf zu stellen<br \/>\n<\/span><\/strong><span style=\"color: #333333;\"><br \/>\nWendlingen (sell). Die dritte Ausstellung in der noch jungen Galerie Turbinenhaus in der Sch\u00e4ferhauser Stra\u00dfe in Wendlingen \u00fcberrascht. Sie \u00fcberrascht, weil es der K\u00fcnstlerin Angela Hildebrandt gelungen ist, diesem Raum mit seinem gewichtigen Mittelpunkt, der Dampfturbine, mit einer ganz eigenen Ausdrucksweise ein anderes Gewicht zu verleihen. Mit ganz leichten Mitteln und einer dennoch dichten, un\u00fcberh\u00f6rbaren Sprache schafft es diese junge Frau, den Blick vom dominanten Mittelpunkt des Raumes zu nehmen. Sp\u00fcrbar wird in der neuesten Ausstellung in der Galerie Turbinenhaus die intensive Auseinandersetzung der K\u00fcnstlerin mit dem ungew\u00f6hnlichen Ausstellungsraum, der denjenigen straft, der glaubt mit Arbeiten aus dem Lagerfundus sich hier durchsetzen zu k\u00f6nnen. Dieser Raum fordert die Auseinandersetzung\u00a0 der K\u00fcnstler, die sich hier pr\u00e4sentieren. Angela Hildebrandt ist dies mit ihrer Installation &#8222;Gedankenraum-Schleuse-Herzraum&#8220; gelungen.<\/span><\/span><\/p>\n<p>(\u2026) zeigt seit vergangenem Freitag die in Gutenberg lebende und in N\u00fcrtingen arbeitende Angela Hildebrandt Beispiele ihres k\u00fcnstlerischen Schaffens. Dabei l\u00f6st die Einladung, in dieser ungew\u00f6hnlichen Galerie auszustellen, keineswegs nur Begeisterung aus. Wer sich hier pr\u00e4sentiert, von dem wird eine intensive Auseinandersetzung mit diesem Industriedenkmal gefordert.<br \/>\nDie Auseinandersetzung Angela Hildebrandts mit diesem ungew\u00f6hnlichen Ausstellungsraum ist von einem \u00fcberraschenden Ergebnis gekr\u00f6nt: Ihre Installation schafft mit einer duftigen Leichtigkeit Akzente, denen sich der Betrachter nicht entziehen kann. Angela Hildebrandt verzichtet im gro\u00dfen Turbinenraum auf ein Best\u00fccken der W\u00e4nde g\u00e4nzlich. Die sieben unterschiedlich gro\u00dfen vielgeteilten Fenster mit ihren Rundb\u00f6gen haben es der K\u00fcnstlerin angetan. Auf leichten Drahtb\u00fcgeln h\u00e4ngen hier im Gegenlicht, das von drau\u00dfen hereindringt, Kleidungsst\u00fccke, von denen vor allem die weiblichen Exponate eine un\u00fcberh\u00f6rbare Sprache sprechen. Auffallend an diesen von Angela Hildebrandt entworfenen und gen\u00e4hten Kleidern: Sie sind einfach im Schnitt, bestechen mit \u00fcberlangen \u00c4rmeln und Volants und mit einer Leichtigkeit, die schon durch die durchscheinende Stoffwahl zum Ausdruck kommt. Und diese Kleidungsst\u00fccke sind allesamt nicht vollst\u00e4ndig, nicht &#8222;rund&#8220;, bestehen nur aus Vorderteilen. Das ist bei den Kleidern und Blusen nicht anders als bei der Weste f\u00fcr den Mann, die erg\u00e4nz wird von einer Krawatte aus falschem Leopardenpelz oder mit grauen Fl\u00fcgeln, die matt auf dem B\u00fcgel h\u00e4ngen. Sie dienen nur scheinbar der Verkleidung und Verwandlung, sind in Wirklichkeit nicht zu gebrauchen. Fast hat es den Anschein, als ignoriere Angela Hildebrandt das gewaltige Monstrum von Dampfmaschine in der Mitte des Raumes einfach. Mit einem kleinen Kissen auf dem dicken Bauch der Maschine verweist sie dieses Industriedenkmal in seine Schranken.<br \/>\nF\u00fcr Angela Hildebrandt ist die Auseinandersetzung mit diesen Kleidern, mit diesen H\u00fcllen ein wichtiger Pfeiler ihres k\u00fcnstlerischen Schaffens. Auf der Empore, die sonst den Galeristen vorbehalten ist, zeigt sie mit kleinen Arbeiten, welche Verwandlung und Ver\u00e4nderung geschehen kann, wenn Dinge eingeh\u00fcllt, eingen\u00e4ht, mit allerlei Firlefanz versehen werden. Etwas auf den Kopf zu stellen, den Betrachter zu verwirren und dabei mit Alltagsdingen zu hantieren, das scheint dieser Angela Hildebrandt sichtlich Spa\u00df zu machen.<br \/>\nEs gibt da aber noch eine andere Angela Hildebrandt. In der &#8222;Schleuse&#8220; des Turbinenhauses zeigt sie ein einziges Bild, das auf die Malerin Angela Hildebrandt hinweist. Ein Bild, das den Blick verwirrt, das fasziniert. Ein Bild, das mit horizontalen und vertikalen Linien eine Szenerie entstehen l\u00e4sst, die neugierig macht, diesem Verwirrspiel auf die Spur zu kommen. Ein Bild, das den Wunsch n\u00e4hrt, mehr von dieser Art des k\u00fcnstlerischen Schaffens im gro\u00dfen Galerieraum zu sehen. Hans J. Hochradl sprach am Freitag bei der Ausstellungser\u00f6ffnung vom Dialog, das dieses Bild fordert, von der Frage nach dem eigenen Standpunkt des Betrachters. (\u2026)<\/p>\n<p><span style=\"color: #999999;\">N\u00fcrtinger Zeitung\/Wendlinger Zeitung, 23. Juli 2001<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;\">&#8222;&#8230;In den Bildern von Angela Hildebrandt wird die Grenze zwischen Stofflichem und Immateriellen, zwischen Sein und Schein durchl\u00e4ssig, es entsteht der Eindruck eines Pendelns, eines Schwankens zwischen sich erschlie\u00dfen und sich entziehen, zwischen Greifbarkeit und Unverf\u00fcgbarkeit. Und obwohl es sich hier nicht um optische T\u00e4uschungen handeln kann, entzieht sich auch das hervorstechendste und essentiellste Element der Bilder, n\u00e4mlich die Farbe, einer eindeutigen Festlegung.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;\"> Man erkennt: nichts ist absolut, nichts unumst\u00f6\u00dflich. So k\u00f6nnen diese auf dem ersten Blick harmlos erscheinenden Werke, denjenigen, der sich darauf einl\u00e4sst, zu durchaus existentiellen, vielleicht auch schmerzhaften Tatsachen f\u00fchren&#8230;&#8220;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080; font-family: Calibri; font-size: medium;\">Florian Stegmeier, Kurator St\u00e4dtische Galerie Kirchheim\/Teck (Einf\u00fchrung zu <strong>Bezirke der Unverf\u00fcgbarkeit<\/strong> <strong>\u2013 Malerei<\/strong>, KunstRaum Hindenburgstra\u00dfe, Laichingen 2005)<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"margin: 0px; font-family: 'Calibri',sans-serif; font-size: 11pt;\"><span style=\"color: #000000;\">LAICHINGEN &#8211; Ein neuer Raum f\u00fcr Kunst in Laichingen wurde geschaffen.<\/span><\/span><\/p>\n<p>Die N\u00fcrtinger K\u00fcnstlerin Angela Hildebrandt l\u00e4sst mit ihren Werken &#8222;Bezirke der Unverf\u00fcgbarkeit&#8220; in der Galerie &#8222;Kunstraum&#8220; des Laichingers Kurt Strohm, Raum f\u00fcr Gespr\u00e4che entstehen. Gespr\u00e4che mit den Bildern, mit sich selbst oder mit den Betrachtern.<br \/>\nEin sozialer Ort und Raum der Kommunikation soll diese neue Galerie sein, meinte\u00a0 Kurt Strohm bei der Begr\u00fc\u00dfung und die erste Ausstellung nimmt dieses Motto auf.<br \/>\n(\u2026) Mit zarten Farbauftr\u00e4gen erreicht Angela Hildebrandt eine leuchtende Transparenz oder aber eine gewollt stoffliche Verfestigung. Die ausgestellten Werke aus dem Zyklus &#8222;Vice versa&#8220; haben tats\u00e4chlich die starke Tendenz, den Betrachter zum Zwiegespr\u00e4ch zu verf\u00fchren. Und hat man erst einmal die Bilder nacheinander betrachtet, sp\u00fcrt man Schwingungen, die einen zwingen, sich umzudrehen. Seien es die beiden gegen\u00fcber aufgeh\u00e4ngten in monochromem Blau gehaltenen &#8222;Vice versa 50 und 58&#8220; oder die in Farbverl\u00e4ufen gemalten &#8222;Vice versa 51 und 56&#8220;, die Bilder scheinen miteinander zu sprechen und beziehen den Betrachter in dieses Gespr\u00e4ch mit ein. Kunst wird erlebbar.<\/p>\n<p>Schw\u00e4bische Zeitung Laichingen, S. Graser-K\u00fchnle, 15. Februar 2005<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"margin: 0px; font-family: 'Calibri',sans-serif; font-size: 11pt;\"><span style=\"color: #000000;\"><br \/>\n&#8222;&#8230; f\u00fcr die ausstellung einigten sie sich auf ein einheitliches bildformat in anlehnung an das menschliche mass. die hochformatigen bildtafeln sind gleich gross. einzig eine geringe, kaum sichtbare, massdifferenz markiert &#8211; einer signatur gleich &#8211; die zugeh\u00f6rigkeit der tafeln zu der werkgruppe von angela hildebrandt.<br \/>\nin der anordnung der werke in dem raum werden n\u00e4he und distanz erprobt. die bildtafeln sind so aufgeh\u00e4ngt, dass sie sich sowohl mit denen des anderen auf der gegen\u00fcberligenden wand als auch mit den direkt daneben h\u00e4ngenden begegnen. so k\u00f6nnen sie ohne ablenkung langsam ihre wirkung entfalten. aber dennoch wagt man auch die n\u00e4he, h\u00e4ngt an einer wand die exponate direkt nebeneinander auf. als beobachter ist man gespannt, wartet ab. was wird wohl als n\u00e4chstes passieren? wir d\u00fcrfen beobachten, was gerade erst beginnt. beim eintreten in diesen raum meint man, den stillen dialog der bilder mitten im satz f\u00fcr einen kurzen moment zu unterbrechen.&#8220;<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"margin: 0px; color: #808080; font-family: 'Calibri',sans-serif; font-size: 11pt;\">Michael Maile, Kurator Ruoff-Stiftung N\u00fcrtingen (Einf\u00fchrung zu <strong>beziehungsweise<\/strong> mit Harald Huss \u2013 Schauraum Kunstverein N\u00fcrtingen, 2006)<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;\"><strong><span style=\"color: #808080;\">Die Zeichen der Zeit<\/span><\/strong><span style=\"color: #808080;\"><br \/>\nDoppelausstellung in der Galerie Forum<\/span><\/span><\/p>\n<p>Lindenthal. Sobald der Besucher die gro\u00dfz\u00fcgigen Ausstellungsr\u00e4ume betritt, wird sein Blick von einer eigent\u00fcmlichen Farbenflut in den Bann gezogen. Die abstrakten Farbfl\u00e4chen der Malerin Angela Hildebrandt ragen vom Fu\u00dfboden aus \u00fcber zwei Meter in die H\u00f6he, wie T\u00fcr\u00f6ffnungen durchbrechen sie die wei\u00dfen W\u00e4nde des Foyers. Bei manchen der Bilder hat der Betrachter den Eindruck, er st\u00fcnde einem abstrahierten Menschenbild gegen\u00fcber:<br \/>\nGr\u00fcne, rote, violette, gelbe Lichtstreifen oder Braunt\u00f6ne sind unter zarten Schichten aus Acrylfarben zu erkennen. &#8222;Die Bilder malen sich selbst. Doch brauchen sie viel Zeit. Es kann zwei Jahre dauern, bis der Malprozess endg\u00fcltig abgeschlossen ist&#8220;, erkl\u00e4rt Angela Hildebrandt aus N\u00fcrtingen, die sich nach k\u00fcnstlerischer Auseinandersetzung mit dem Thema Mensch von der reinen Form l\u00f6ste, ihre meditative, farbintensive Arbeit.<\/p>\n<p><span style=\"color: #999999;\">Lydia Keck, K\u00f6lnische Rundschau, 1. M\u00e4rz 2007<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;\"><br \/>\n<\/span><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;\">\u201e(\u2026) F\u00fcr die Kirchen als auch f\u00fcr die Kunstwerke wichtig ist die Intensivierung der Aufmerksamkeit der Besucherin\/des Besuchers, wenn er\/sie die Eingriffe der K\u00fcnstlerinnen in den Raum wahrnimmt.<br \/>\nDas gilt besonders f\u00fcr die kaum in Erscheinung tretende, dennoch stark wahrnehmbare Arbeit von Angela Hildebrandt, deren F\u00e4den \u201ezwischen Kopf und Himmel\u201c die Eintretenden gleich am Eingang das F\u00fchlen lehrt. Da ist ein geordnetes Gespinst aus Nylonf\u00e4den, durch das hindurch muss, wer wie sonst den geraden Weg in die Kirche nehmen will, dem sie\/er aber auch ausweichen kann, um nicht ber\u00fchrt zu werden oder zu ber\u00fchren. Diese Aufmerksamkeit des ersten Schritts belebt den d\u00e4mmrigen Raum, als ob die Architektur zu schwingen oder zu atmen beginnt. Die Begegnung mit dem wertlosen Material in der geordneten Fassung mit chaotischem Potential gibt dem festgef\u00fcgten Kirchenhaus eine neue Erfahrungsebene. (\u2026)\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080; font-family: Calibri; font-size: medium;\">Barbara Heuss-Czisch, Kunsthistorikerin (<strong>Eva Maria Magdalena \u2013 K\u00fcnstlerinnen zu Religion und<\/strong> <strong>Weiblichkeit<\/strong>, 18 Projekte in sieben evangelischen und vier katholischen Kirchen sowie zwei muslimischen Gebetsr\u00e4ume in Stuttgart 2007)<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-family: Calibri;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\">(\u2026) Wie unterschiedlich kann ich die Begegnung mit jeder einzelnen der skulpturalen Gestalten hier von Angela Hildebrandt erleben? (\u2026<\/span>) <span style=\"font-size: medium;\">Ja, bin ich ganz wach, dann merke ich auch, dass es nicht nur Leinw\u00e4nde mit Farbe darauf sind, die an die Wand geh\u00e4ngt wurden, sondern die Gem\u00e4lde sind selbst \u00e4sthetische Objekte mit einem spezifischen wahrnehmlichen \u201eGewicht\u201c, das sie im Raum verortet. Darauf komme ich vielleicht, wenn ich bemerke, dass die abgeschnittene Ecke mich darauf hinweist, dass diese Leinwand nicht nur Tr\u00e4ger eines Farbereignisses ist, sondern dieses Werk geradezu als Skulptur, als ein Wahrnehmungsereignis, das auch im Raum stattfindet, erlebt werden kann und damit die Farbe, die so gerne in der Fl\u00e4che zu Hause ist, zu einem Erfahrungsereignis werden l\u00e4sst.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;\">(\u2026) Diese beiden kleinen Wandtafeln von Angela Hildebrandt sind f\u00fcr diese Ausstellung ganz wunderbar komplement\u00e4r gew\u00e4hlt. So zum Beispiel besonders im Spiel mit ihren Oberfl\u00e4chen. Zeigt das eine eine deutliche Anmutung von einer haptischen, materiellen, holzigen Oberfl\u00e4che, die sich bei genauer Betrachtung als ein sehr gekonnter Farbauftrag entkleidet, bleibt bei dem zweiten nur f\u00fcr den ersten Augenblick eine homogene Farboberfl\u00e4che f\u00fcr den Blick bestehen. Denn sehr schnell l\u00f6st sich diese in einen sph\u00e4rischen Farbnebel auf, der wie vor und hinter dem Bild, der eben noch klar bestimmbaren Oberfl\u00e4che, \u00e4therisch pulsiert. Das Bild hat aufgeh\u00f6rt, ein Gegenstand zu sein und wird zu einem ereignishaften Farbph\u00e4nomen, losgel\u00f6st von der erst so verl\u00e4sslichen Dinghaftigkeit.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080; font-family: Calibri; font-size: medium;\">Jens Keuerleber (Einf\u00fchrung <strong>wir hier<\/strong>, St\u00e4dtische Galerie Filderstadt, 2015)<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: medium;\"><strong><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri;\">Pfiffige Visionen und bedr\u00fcckende Schicksale<br \/>\n<\/span><\/strong><\/span><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;\"><strong>Kunstr\u00e4ume<\/strong> \u2013 F\u00fcnf Arbeiten decken thematisch und gestalterisch ein breites Spektrum der \u00f6rtlichen Szene ab. <em><span style=\"color: #808080;\">Von Wolfgang Berger<\/span><br \/>\n<\/em><br \/>\nIm Esslinger Rathaus stehen die Telefone nicht mehr still, berichtet Barbara Antonin vom st\u00e4dtischen Kulturamt. Viele B\u00fcrger m\u00f6chten wissen, was es mit dem neuen Bauschild am Bahnhof auf sich hat. \u201eHier baut die Stadt Esslingen ein K\u00fcnstlerhaus\u201c, steht darauf zu lesen.<br \/>\nGeht nun ein lang gehegter Traum der \u00f6rtlichen Kunstszene in Erf\u00fcllung? Weit gefehlt. Denn der authentisch wirkende Hinweis auf den baldigen Spatenstich ist ein pfiffiges Projekt von Angela Hildebrandt. Neben sechs anderen K\u00fcnstlern bestreitet sie die Sparte \u201eKunstr\u00e4ume\u201c beim Kulturfest \u201eStadt im Fluss\u201c.<br \/>\nHildebrandts in Zusammenarbeit mit dem Architekturb\u00fcro Bolte entstandene Arbeit ist mehr als ein gelungener Scherz. Indem sie die seit langem existierende Vision eines K\u00fcnstlerhauses konkretisiert, setzt sie den Leitgedanken der Triennale von der \u201eunsichtbaren Stadt\u201c kongenial um. \u201eUnsichtbares, weil nicht Vorhandenes als konsequenteste Form der Unsichtbarkeit wird charmant und vielleicht verwirrend sichtbar gemacht.\u201c Treffender als die in der \u201eStadt im Fluss\u201c-Brosch\u00fcre enthaltene k\u00f6nnte eine Beschreibung nicht sein.<br \/>\nMit dem Bauschild und der Dokumentation im Rathaus l\u00e4sst es Angela Hildebrandt, die in den 1990er Jahren an der Freien Kunstakademie N\u00fcrtingen studiert hat, nicht bewenden. Sie setzt noch einen drauf. Unter der auf dem Schild angegebenen Nummer des Infotelefons l\u00e4uft ein Band mit der Stimme der K\u00fcnstlerin, die den Anrufer mit auf die Reise in eine Welt aus Fiktion und Wirklichkeit nimmt.<br \/>\n(\u2026)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"margin: 0px; color: #808080; line-height: 107%; font-family: 'Calibri',sans-serif; font-size: 11pt;\">STUTTGARTER ZEITUNG<br \/>\n<\/span><span style=\"margin: 0px; line-height: 107%; font-family: 'Calibri',sans-serif; font-size: 11pt;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #808080;\">Nr. 228 \/ Freitag, 2. Oktober 2015<\/span> <\/span><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;\">\u201eJede Menge Besucher folgten dem Ruf des Zebras und besuchten die Vernissage zur Ausstellung.<br \/>\nEin gro\u00dfes Dankesch\u00f6n geht an Angela Hildebrandt, welche die Einf\u00fchrung zur Ausstellung<br \/>\nzu einem wunderbaren Erlebnis machte, mit Twitter, einer Leiter und @real Kik Erik \u2026.I.<br \/>\nDie K\u00fcnstlerinnen danken f\u00fcr die Salbung mit Smartphone und Calendula.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080; font-family: Calibri; font-size: medium;\">Yvonne Rudisch, Stuttgart 2017<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;\"><strong>Abstieg in Wundergrotten<\/strong><br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Calibri;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #808080;\">LICHTENSTEIN-HONAU<\/span><br \/>\n(\u2026) Keller f\u00fcr Keller ist es ein Abstieg in eine Unterwelt, bei dem man Sonne, Licht und Alltag hinter sich l\u00e4sst und als Fremdling eindringt in eine Sph\u00e4re, in der die wahren Herren bestimmte Spinnensorten von ansehnlicher Gr\u00f6\u00dfe sind. Gleich zwei K\u00fcnstlerinnen nehmen auf sie Bezug. (\u2026)<br \/>\n<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;\"><strong>Spinnf\u00e4den und stehender Regen\u00a0<\/strong><br \/>\n<\/span><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;\">Abstrakter verarbeitet Angela Hildebrandt das Spinnfadenmotiv. Sie hat in \u201eihrem\u201c Keller ein Feld abgesteckt mit hauchd\u00fcnnen F\u00e4den, die sich von der Gew\u00f6lbedecke zum Boden ziehen. Sie hat daf\u00fcr \u201eUnsichtbares Garn\u201c verwendet, mit dem man sonst offen sichtbare N\u00e4hte ausbessert. Von einem sanften Lichtstrahl erhellt, schimmern nur Teile der F\u00e4den, als k\u00e4men sie aus dem Nichts. Das \u201eNichts\u201c sichtbar zu machen, darum geht es ihr, sagt Hildebrandt. Das Nichts aus F\u00e4den wirkt bei ihr wie ein stehender Regen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;\"><span style=\"color: #808080;\">Armin Knauer, Reutlinger General-Anzeiger 23. Juni 2018<\/span><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #333333;\"><br \/>\nK\u00fcnstlerische Positionen zum 100-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um der VHS<\/span><\/p>\n<p>An der Volkshochschule sollen Menschen durch lebenslanges Lernen auf gesellschaftliche Ver\u00e4nderungen reagieren k\u00f6nnen. Angela Hildebrandt zeigt ihre ungew\u00f6hnlichen Bild-Formate \u00fcber einer gro\u00dffl\u00e4chigen Fototapete im VHS-Foyer und fordert Auseinandersetzung und Aufbegehren ein: \u201eIch sch\u00e4tze R\u00e4ume, die nicht optimal f\u00fcr Kunstwerke sind. Denn hier m\u00fcssen die Bilder zeigen, ob sie die Kraft haben, in Konkurrenz zum Raum zu bestehen.&#8220;<\/p>\n<p>Gaby Wei\u00df, Esslinger Zeitung, 27. September 2019<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;\"><strong>Der Baumarkt als Ort der Inspiration<br \/>\nKreis Esslingen: Angela Hildebrandt zeigt ihre Vielseitigkeit in Malerei, Installation und Aktionen<br \/>\n<\/strong>Denkt Angela Hildebrandt an Baum\u00e4rkte, ger\u00e4t sie ins Schw\u00e4rmen: &#8222;Ich liebe Baum\u00e4rkte&#8220;, gibt die K\u00fcnstlerin unumwunden zu. So ein Heimwerker-Eldorado ist ein idealer Inspirationsort, um Material f\u00fcr ihr k\u00fcnstlerisches Schaffen zu finden: Plastik, Holz und vieles mehr f\u00fcr ihre Installationen, die sie mit minimalen Mitteln gestaltet. &#8222;Ich muss es f\u00fchlen, ob es Holz oder Plastik ist&#8220;, begr\u00fcndet sie einen Pr\u00e4senzbesuch im Do-it-yourself-Paradies. Online-Bestellungen kommen deshalb f\u00fcr sie nicht in Frage. Das ist sicherlich mit ein Grund, weshalb sich Angela Hildebrandt ins Atelier zur\u00fcckgezogen hat, keine Objekte macht und Projekte im \u00f6ffentlichen Raum schon gar nicht.<br \/>\nDerzeit konzentriert sie sich auf die Malerei, die sie seit ihrem Studium an der Freien Kunsthochschule in N\u00fcrtingen von 1993 bis 1997 durch ihr k\u00fcnstlerisches Arbeiten begleitet. Zeitweise lief die Malerei neben Performances, Aktionen und Projekten nebenher. Momentan ist dieses zur\u00fcckgezogene Arbeiten in ihren luftigen Atelierr\u00e4umen eine sichere Bank. Angela Hildebrandt lebt und arbeitet dort, wohin andere am Wochenende zur Entspannung pilgern &#8211; in Gutenberg, dem letzten Ortsteil der Gemeinde Lenningen vor dem Albaufstieg.<br \/>\nIn dieser bilderbuchhaften Abgeschiedenheit entstehen in langen Prozessen ihre Bilder. Manchmal dauert es zwei Jahre, bis die Schichtarbeit beendet ist. Teilweise liegen 100 Schichten \u00fcbereinander. Angela Hildebrandt beschreibt den Prozess so: &#8222;Trocknen, wegstellen, an einem anderen Bild weiterarbeiten&#8220; &#8211; meist an drei oder vier Bildern gleichzeitig. Immer sind es Linien &#8211; waagerecht und senkrecht -, die mit Acrylfarbe auf die Leinwand aufgebracht werden. Mehr nicht. Und trotzdem passiert etwas zwischen Bild und Betrachter im Raum. Es l\u00e4sst sich nicht greifen. Und genau dieses Unbegreifliche reizt Angela Hildebrandt an der Malerei.<br \/>\nAls Beispiel f\u00fchrt sie die Bilder &#8222;einfach lassen&#8220; zur Ausstellung &#8222;das Fremde&#8220; in der Berliner Stra\u00dfe in Esslingen 2016 an. Sie hingen in einem denkbar ungeeignetem Raum mit zerfetzten Tapeten, der sich im Dialog\u00a0 mit den Arbeiten ver\u00e4nderte und sich als hervorragend herausstellte. Ein Experiment, das gegl\u00fcckt ist, aber nicht als Blaupause f\u00fcr weitere Versuchsreihen dient. Ein Aha-Erlebnis, auch weil durch die Malerei ein sirrender Dissonanz-Ton im Raum erzeugt wurde.<br \/>\nGesang und Musik sind wichtig im Leben der K\u00fcnstlerin. Bach, H\u00e4ndel oder Pergolesi erzeugen die Lockerheit, die Angela Hildebrandt zum stillen Arbeiten braucht. Die selbstgebauten Keilrahmen f\u00fcr die Leinw\u00e4nde, mal schr\u00e4g, mal mit fehlender Ecke, h\u00e4ngen direkt an der Wand, darunter sch\u00fctzende Plastikfolie, die in unz\u00e4hligen Farblinien und Spritzern vom stetigen Schaffen erz\u00e4hlt. Davor stehen unz\u00e4hlige Tellerchen mit L\u00f6ffeln f\u00fcr die verschiedenen Farbpigmente zur &#8222;Speisung&#8220; der Bilder. Die Formate werden so gew\u00e4hlt, dass sie in den Kofferraum passen. Aus Sachzw\u00e4ngen entstehen Diptychen und Triptychen. Die K\u00fcnstlerin setzt auf Pragmatismus statt \u00dcberh\u00f6hung. Wenn der Hund \u00fcbers Aquarell leckt und es ist hinterher besser, ist das ein genialer Zufall, den es zu erkennen gilt.<br \/>\nBis 2020 war die geb\u00fcrtige Rheinl\u00e4nderin zweite Vorsitzende des Vereins artgerechte Haltung Bildende K\u00fcnstler Esslingen, mit dem sie einige Aktionen durchgef\u00fchrt hat wie &#8222;Garten Eden&#8220; 2014, die Weststadtkunst&#8220; 2016\/2017 oder in der Franziskanerkirche &#8211; eine expressive Klangraum-Performance mit einem Frauenchor. In der Marienkapelle des Salemer Pfleghofs machte sie lediglich mit durchsichtigem N\u00e4hgarn das Nichts sichtbar. F\u00fcnf Meter lange F\u00e4den spannten sich in minimalem Abstand von der Decke zum Boden, als Fadenfeld bildeten sie einen geordneten Binnenraum, der sich je nach Lichteinfall und Perspektive verschob.<br \/>\nInzwischen f\u00fchlt sich Angela Hildebrandt ersch\u00f6pft. Corona wirkt wie eine Glocke. Ausstellungen und Aktionen mit K\u00fcnstlerkollegen k\u00f6nnen seuchenbedingt nicht stattfinden. Schon im vergangenen Jahr haben sich alle Pr\u00e4sentationen verschoben. Dieses Jahr sieht&#8217;s nicht besser aus. Auch die &#8222;Piussisters&#8220; haben Sendepause. 2008 gr\u00fcndeten Petra Pfirmann und Angela Hildebrandt den geheimnisvollen k\u00fcnstlerischen Orden. Analog zu den &#8222;Bluesbrothers&#8220; treten die beiden K\u00fcnstlerinnen bei ihren &#8222;liturgischen Handlungen&#8220; immer mit dunklen Sonnenbrillen auf, egal ob im Bahnw\u00e4rterhaus Esslingen, im W\u00fcrttembergischen Kunstverein Stuttgart oder im Park der Villa Merkel in Esslingen. Es ist ein k\u00fcnstlerisches Spiel mit Transzendenz, mit Klischees und damit, was Kunst sein k\u00f6nnte. Der Spa\u00df steht dabei im Vordergrund.<br \/>\nDas umfassendste Bild \u00fcber Hildebrandt macht man sich, wenn man auf ihrer Homepage st\u00f6bert. Sie liest sich spannend wie ein Roman mit autobiografischen Z\u00fcgen. Jedes ihrer Arbeitsfelder wird vorgestellt, und es gibt einen unterhaltsamen Blog mit Beitr\u00e4gen wie diesem vom August 2020: &#8222;K\u00fcnstler gehen nicht in Rente. Sie stehen vor der Leinwand und fallen mit tropfendem Pinsel in der Hand einfach um. Dann sind sie tot, ihre Bilder aber nicht. Einige Bilder bleiben unvollendet und ein gro\u00dfes Geheimnis, die vollendeten guten Bilder aber auch.&#8220;<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\">Petra Bail, E\u00dflinger Zeitung, 19. Mai 2021<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;\">Kirchheim<br \/>\nVon Ma\u00df und Ma\u00dflosigkeit des Menschen<br \/>\n(&#8230;) Unter dem Titel &#8222;Menschenma\u00dfe&#8220; zeigen 15 Kunstschaffende in den Galerieschaufenstern des Kirchheimer Kornhauses ihre Werke.<br \/>\nDie Diskrepanz zum ausgewachsenem Menschenma\u00df macht Angela Hildebrandt schmerzhaft sichtbar. Unerbittlich schn\u00fcren Spanngurte ihr rosafarbenes Textilobjekt in die Normma\u00dfe ein. Der infantilen Zwangsjacke ist eine biblische Allusion vorangestellt: &#8222;So ihr nicht bleibet wie die Kinder&#8220;. Wo im Neuen Testament das Kind-Werden Perspektiven er\u00f6ffnet, macht Hildebrandts Arbeit die Perversion des Kind-Bleibens deutlich, wie sie einem Zwang zur Unm\u00fcndigkeit, einer zum Programm erhobenen Regression erw\u00e4chst.<br \/>\n(&#8230;)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\">Florian Stegmaier, DER TECKBOTE Kirchheimer Zeitung, 15. Juli 2021<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;\"><strong>Flucht in die Freiheit<\/strong><br \/>\nMitglieder der K\u00fcnstlervereinigung aHBKE haben sich f\u00fcr ihre Ausstellung mit dem ehemaligen Schweizerhaus der Dom\u00e4ne Weil auseinandergesetzt. Gelungen ist eine feinsinnige Interaktion mit dem herausfordernden Raum und ganz vielen Themen, die in der Luft liegen.<br \/>\n.<br \/>\nIm &#8222;Jahr ohne Sommer&#8220; 1816, als\u00a0 der Ausbruch des indonesischen Vulkans Tambore auch in W\u00fcrttemberg f\u00fcr verheerende Missernten gesorgt hatte, wollte K\u00f6nig Wilhelm I. die Not der hungernden Menschen lindern: Er f\u00f6rderte auf seinen Besitzungen in Scharnhausen, Klein-Hohenheim und Esslingen-Weil innovative Ideen f\u00fcr die Landwirtschaft und investierte in neue Methoden f\u00fcr Ackerbau und Viehzucht. Die heutige Dom\u00e4ne Weil z\u00e4hlte zu Wilhelms Sommerstallungen und war lange einer der gr\u00f6\u00dften Milchbetriebe W\u00fcrttembergs. Bevor das 1830 dort erbaute Schweizerhaus, das viele Jahrzehnte lang als Kuhstall diente, ab Herbst (&#8230;) umgebaut werden soll, hat die K\u00fcnstler-Initiative artgerechte Haltung Bildende K\u00fcnstler Esslingen (aHBKE) die Chance ergriffen, sich in einer k\u00fcnstlerischen Interaktion mit dem Raum und seiner Vorgeschichte auseinanderzusetzen: &#8222;Dom\u00e4ne Kunst&#8220;.<br \/>\n(&#8230;) Ein Hingucker ist auch Angela Hildebrandts eigenwillige Skulptur aus einer Matratze, die &#8211; mit B\u00e4ndern verspannt &#8211; kein Wachstum zul\u00e4sst und die Betrachter mahnt: &#8222;Bleibet wie die Kinder&#8220;.<br \/>\n(&#8230;)<br \/>\nAngela <\/span><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;\">\u00a0Hildebrandts mit Spucke und Weingummi beklebte Fenster sorgen &#8211; Lust und Ekel zugleich erregend &#8211; f\u00fcr eine fast sakrale Anmutung im ramponierten Bau. Ob die H\u00fchner hier eigentlich gl\u00fccklich waren? (&#8230;)<br \/>\nDen 14 K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstlern von aHBKE ist es wieder einmal gelungen, eine \u00fcberaus feinsinnige Auseinandersetzung mit dem herausfordernden Raum und ganz vielen Themen, die in der Luft liegen, zu pr\u00e4sentieren. Die ehemaligen Stallungen kurz vor Abriss und Umbau tun ein \u00dcbriges, die Schau &#8222;Dom\u00e4ne Kunst&#8220; spannend zu machen.<\/span><\/p>\n<p>Gaby Wei\u00df, Esslinger Zeitung &#8211; Samstag\/Sonntag, 2.\/3. Oktober 2021<\/p>\n<hr \/>\n<p>(\u2026) Maria als Himmelsk\u00f6nigin. Dieser Maria widmet Angela Hildebrandt ihren seltsamen rosa-hellblau-goldenen Tragehimmel. Bei Prozessionen bringt er den Priestern den Himmel nah, sie sagt: \u201cEin Singsang an die Mutter Jottes, schwankend unter ihrem Schutz und Schirm wird alle Ungemach vor\u00fcber gehen\u201c.<br \/>\n\u201eMaria voller Malz\u201c so der Titel \u2013 ironische Anspielung auf Fastenbier und K\u00f6lsch \u2013 passend zur Jahreszeit. Aber dieser Maria-Baldachin zitiert weitere religi\u00f6se Feinheiten: der \u201eintakte, verschlossene Schrein des Leibes\u201c wird in der katholischen Kirche nicht gezeigt. Dagegen gibt es vielerlei Abbildung der stillenden Mutter Gottes \u201eMaria lactans\u201c. Welche BH-Gr\u00f6\u00dfe? Angela Hildebrandt w\u00e4hlt Cup D.<br \/>\n\u201eM\u00f6ge der Tragehimmel dem Klerus und der Menschheit Schutz und geistige Nahrung spenden!\u201c Zitat Hildebrandt.<br \/>\nWas w\u00fcrde Maria 2.0 dazu sagen? Oder Heinrich Heine? Wahrscheinlich: \u201eDen Himmel \u00fcberlassen wir den Engeln und den Spatzen!<\/p>\n<p>Sabine Sch\u00e4fer-Gold, aus Einf\u00fchrungsrede \u201eIn den Himmel geschaut\u201c, St\u00e4dtischen Galerie Filderstadt, 27. Februar 2022<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;\"><strong>Fellbach und Esslingen k\u00fcnstlerisch vereint<\/strong><br \/>\n(&#8230;)<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">&#8230;..<\/span>Angela Hildebrandt, eine der sieben ausstellenden K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler des Esslinger Vereins, verwendet f\u00fcr ihre drei gezeigten Werke Pigment auf Leinwand sowie Blei und \u00d6lkreide auf Altpapier. &#8222;Zwei der ausgestellten Werke haben bis zu 200 Farbschichten, da ich so lange neue Schichten auftrage, bis das Bild in den Raum strahlt und etwas mit dem Betrachter geschieht&#8220;, erkl\u00e4rt die K\u00fcnstlerin. Manchmal ist ihre Arbeit jedoch auch simpler, was durch das dritte Kunstwerk deutlich wird. Dabei handelt es sich um eine kleinformatige Zeichnung, die sehr minimalistisch gehalten ist. &#8222;Bei dieser Arbeit stellte sich mir die Frage, wann ein Bild ein Bild ist.&#8220;<br \/>\n(&#8230;)<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"><em>Luisa Rombach, Stuttgarter Zeitung &#8211; Donnerstag, 25. Januar 2024<\/em><\/span>\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von der Lust, die Dinge auf den Kopf zu stellen Wendlingen (sell). Die dritte Ausstellung in der noch jungen Galerie Turbinenhaus in der Sch\u00e4ferhauser Stra\u00dfe in Wendlingen \u00fcberrascht. 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